Sprachliche Bildung - Reflexive Kompetenzentwicklung in der Sprachförderung

Entwicklung eines Weiterbildungsformats für Erzieherinnen und Erzieher in Kooperation mit dem Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach (EKO)

Laufzeit

September 2014 bis Juni 2016

Hintergrund

Sprachförderung ist heute und in absehbarer Zukunft eine der großen Herausforderungen im Rahmen des Bildungsauftrages von Kindertagesstätten (Kitas). Dabei geht es nicht nur um die sprachliche Entwicklung von Kindern mit Migrationshintergrund, sondern auch um die Sprachkompetenz eines großen Anteils von Kindern aus deutschen Herkunftsfamilien, deren Stand als besorgniserregend zu bezeichnen ist.

Unzweifelhaft stellt ein fundierter Erwerb der deutschen Sprache eine elementare Voraussetzung für eine spätere erfolgreiche Schulkarriere, eine aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen und letztlich auch für eine nachhaltige Integration in das Berufsleben dar.

Dabei ist Sprachförderung eine Querschnittsaufgabe für alle pädagogischen Fachkräfte in der Elementarbetreuung, also auch für alle Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas. Entsprechend sollte die sprachliche Bildung nicht nur durch besondere Lernangebote gefördert, sondern auch in der ganz normalen sprachlichen Interaktion im Kita-Alltag verankert werden.

Zielsetzung

Intensität und Zielgenauigkeit dieser Sprachförderarbeit – und damit die Wirkungen auf die sprachliche Entwicklung der Kinder – können im Vergleich zum gegenwärtig vorhandenen Niveau wesentlich gesteigert werden. Dies geschieht durch Beteiligung der Erzieherinnen und Erzieher an der Gestaltung der Sprachförderarbeit in ihrer Kita sowie und ihre begleitende Qualifizierung, Beratung und Unterstützung in einem reflexiven Prozess.

Aufgabe des Projekts ist es, hierfür auf Grundlage ausgewiesener sprachwissenschaftlicher Expertise ein Weiterbildungsformat in Kooperation mit dem Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach (EKO) zu entwickeln, im ersten Jahr in zehn ausgewählten Kitas zu erproben und im zweiten Jahr in weiteren zehn Kitas zu implementieren, um ein wirkungsvolles, generell einsetzbares Qualifizierungsprogramm Sprachförderung für das pädagogische Personal in Kindertagesstätten zu entwickeln und zu erproben.

Arbeitsweise

Das Projekt wird in enger Kooperation mit Karin Bahlo, Fortbildnerin für Bildungsprozesse in der frühen Kindheit und Projektleiterin des EKO durchgeführt. In die Umsetzung vor Ort in den Kitas sind drei Dozentinnen eingebunden.

INBAS-Sozialforschung übernimmt neben der Entwicklung des Weiterbildungsformates die Moderation des reflexiven Prozesses, das Projektmonitoring und die Projektdokumentation.

Die Projektumsetzung ist prozessorientiert und erfolgt erfahrungsgeleitet in mehreren Zyklen, die sich an den Bedarfen der jeweiligen Kitas orientieren. Die Inhalte werden allen Kitas zur Verfügung gestellt. Die Auswahl der Methoden ist abhängig von der Entwicklung und dem jeweiligen Umsetzungsgrad in den Kitas.

Ergebnisse

Hier finden Sie das Konzept des Weiterbildungsformats für Erzieherinnen und Erzieher "Reflexive Kompetenzentwicklung in der Sprachförderung" vom März 2016.

Ansprechpartnerinnen

Susanne Huth

Karin Bahlo
Projektleitung sprachliche Bildung
Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach