Interdisziplinärer Workshop "Selbständige Lebensführung älterer Migrantinnen und Migranten in Deutschland – Handlungsbedarfe und strukturelle Ansatzpunkte"

Laufzeit

Oktober 2015 bis Februar 2016

Hintergrund

Die Zahl älterer Migrantinnen und Migranten, die in Deutschland leben und auch hier bleiben werden, steigt kontinuierlich an. Damit stellt sich mehr und mehr die Frage nach den Ressourcen und Voraussetzungen für ein selbständiges Leben im Alter für diese Bevölkerungsgruppe.

Faktisch ist die selbständige Lebensführung im Alter in aller Regel erst jenseits des 75. Lebensjahres gefährdet, es ist jedoch wichtig, bereits viel früher und idealer Weise mit Eintritt in die nachberufliche Phase die Weichen richtig zu stellen.

Auch in der älteren Bevölkerung ohne Migrationshintergrund beginnt die Planung für das Alter oft viel zu spät und die verfügbaren Indikatoren deuten darauf hin, dass dies bei einem Teil der älteren Migrantinnen und Migranten in besonders hohem Maße der Fall ist.

Zielsetzung

Ziel des Workshops war es, in einem kleinen Kreis von praxisnahen Expertinnen und Experten zu diskutieren, durch welche konkreten Maßnahmen und Angebote die Voraussetzungen für eine selbständige Lebensführung von älteren Migrantinnen und Migranten verbessert und Eigeninitiative in dieser Hinsicht angeregt werden kann.

Insgesamt ging es dabei aber nicht so sehr um das „Was?“, denn dazu liegen bereits wissenschaftliche Erkenntnisse vor, sondern um eine klare Priorisierung des Handlungsbedarfes und um das „Wie?“ im Sinne struktureller Ansatzpunkte und konkreter Kooperationszusammenhänge und Projektansätze, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis ableiten zu können.

 

Arbeitsweise

Der Workshop war als eintägige Veranstaltung geplant. Um die Tagungszeit optimal nutzen zu können, wurde der Workshop nach dem Peer-Review-Prinzip organisiert: die Expertinnen und Experten erstellten entlang dreier Leitfragen kurze Thesenpapiere, die vor der Veranstaltung allen Teilnehmenden zugesandt wurden.

Konsens und Dissens zu verschiedenen Punkten wurden dadurch schon vor der Veranstaltung transparent. Die Diskussion konnte sich auf die Klärung unterschiedlicher Positionen und insbesondere auf die Handlungsempfehlungen konzentrieren.

Der Workshop wurde thematisch anhand der Leitfragen strukturiert und moderiert. Die Auswertung der Thesenpapiere sowie die Protokollierung und Auswertung des Workshops flossen in die Dokumentation des Workshops und die Formulierung von Handlungsempfehlungen ein, die im Anschluss mit allen Beteiligten abgestimmt wurden. 

Ergebnisse

Der vom BMFSFJ erstellte Flyer mit den wesentlichsten Handlungsempfehlungen finden Sie hier.

Die Dokumentation und Handlungsempfehlungen stehen hier zum Download zur Verfügung, eine Kurzbeschreibung befindet sich im rechten Kasten. 

Ansprechpartnerin

Susanne Huth