Freiwilligenmanagement in Migrantenorganisationen und Wohlfahrtsverbänden: Beispiele guter Praxis für die Förderung und Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements von Migrantinnen und MigrantenLaufzeit: 12/2008-12/2011 FörderungDas Projekt wird vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. HintergrundDie gesellschaftliche Integration von mehr als 15 Millionen in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund ist eine der wichtigsten sozialpolitischen Aufgaben nicht nur der Gegenwart, sondern auch der Zukunft. Durch bürgerschaftliches Engagement können hierzu wesentliche Beiträge geleistet werden. Dessen Förderung und Unterstützung ist in den vergangenen Dekaden durch vielfältige Maßnahmen grundlegend verbessert worden. Beispielhaft genannt seien hier nur die Schaffung von Freiwilligenzentren und -agenturen und die Verbesserung der Rahmenbedingungen der Freiwilligenarbeit. Es ist jedoch festzustellen, dass das Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund von diesen Fördermaßnahmen und Unterstützungsleistungen bislang nur in geringem Maß profitiert hat. Dafür sind folgende Gründe maßgeblich:
Diesen Problemen wurde im Nationalen Integrationsplan bereits Rechnung getragen: Hinsichtlich der Integration durch bürgerschaftliches Engagement und einer gleichberechtigten Teilhabe auf der institutionellen Ebene werden u.a. die folgenden Maßnahmen propagiert:
ZielsetzungMit diesem Projekt soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die geschilderten Defizite, die der Erschließung der Potenziale bürgerschaftlichen Engagements für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund im Wege stehen, zu beseitigen und die Forderungen des Nationalen Integrationsplans in der Organisationslandschaft zu implementieren. Dazu wird eine Bestandsaufnahme der Freiwilligenarbeit in Migrantenorganisationen und des freiwilligen Engagements von Menschen mit Migrationshintergrund in Wohlfahrtsverbänden vorgenommen. Das Augenmerk richtet sich dabei in erster Linie auf die Rahmenbedingungen und Unterstützungsstrukturen, die für dieses freiwillige Engagement vorhanden sind. Die in diesem Rahmen aufgefundenen Beispiele guter Praxis, also vorbildliche Strukturen und Arbeitsformen, sollen ausführlich dokumentiert werden, damit sich gute Ideen der Ansprache von und Zusammenarbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund seitens traditioneller Vereinigungen des Freiwilligensektors und bereits erprobte Formen des Freiwilligenmanagements in Migrantenorganisationen weiter verbreiten und von anderen Organisationen genutzt werden können. ArbeitsweiseAls Untersuchungsregion für das Vorhaben wurde das Land Nordrhein-Westfalen ausgewählt. Um die Beispiele guter Praxis in der Förderung und Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements von Menschen mit Migrationshintergrund zu erheben, wird zunächst die Organisationslandschaft durch ein Mapping-Verfahren erschlossen, um eine Datenbank mit den Kontaktinformationen von Migrantenorganisationen und von relevanten Gliederungen der Wohlfahrtsverbände aufzubauen. Die auf diese Weise erfassten Organisationen werden mittels eines Fragebogens auf der Grundlage eines zuvor entwickelten Rasters von Kriterien "guten" Freiwilligenmanagements befragt. In den Einrichtungen, in denen gute Praxisbeispiele für die Förderung und Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements von Menschen mit Migrationshintergrund derart identifiziert wurden, werden die Aktivitäten, Arbeitsweisen und strukturellen Bedingungen im Rahmen von qualitativen Interviews und Projektbesuchen detailliert erfasst, um auf der Basis einer Dokumentation und Analyse dieser "Good Practice"-Beispiele Handlungsempfehlungen zu formulieren. ErgebnisseDie Ergebnisse der Untersuchung umfassen die folgenden drei Elemente:
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