Außerschulische Kinderbetreuung in benachteiligten Regionen (Out of School Care Services for Children Living in Disadvantaged Areas, OSC) 

Nationale Studie für Deutschland

Auftraggeber

Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen, Dublin, Irland

Partner

Die Europäische Projektkoordination liegt bei dem Beratungsunternehmen Blake Stevenson in Edinburgh, Schottland sowie bei der gemeinnützigen Organisation Children in Scotland, ebenfalls Edinburgh, Schottland. Am Projekt sind Partner aus Belgien, Deutschland, Großbritannien, Estland, Portugal und der Tschechische Republik beteiligt.

Hintergrund

Kinder in benachteiligten Regionen haben einen besonderen Unterstützungsbedarf. Durch Sprachschwierigkeiten - in Familien mit Migrationshintergrund -, niedriges Bildungsniveau der Eltern, unvollständige Familien, hohe Arbeitslosigkeit und eine Reihe von weiteren sozialen Problemen sind die Entwicklungschancen der Kinder unterdurchschnittlich. Mangelnde Angebote zur Kinderbetreuung verhindern zudem in vielen Fällen die Erwerbstätigkeit von Müttern. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Erwerbsmöglichkeiten für gering qualifizierte Arbeitskräfte ungewöhnliche Arbeitszeiten mit sich bringen, in denen es besonders schwierig ist, Kinderbetreuungsangebote zu finden.

Zielsetzung

Außerschulische Kinderbetreuung kann maßgeblich dazu beitragen, diese Benachteiligungen zu reduzieren. In der Studie soll aufgezeigt werden, welche generellen Ansätze und Strategien sowie welche konkreten Maßnahmen und Projekte es im Bereich der außerschulischen Kinderbetreuung in den beteiligten Ländern gibt.

Arbeitsweise

Zunächst werden relevante Informationen über die nationalen Rahmenbedingungen in den verschiedenen Ländern zusammengetragen und beschrieben, also

  • Strukturen der schulischen und außerschulischen Kinderbetreuung
  • Verteilung und typische Problemkonstellationen in benachteiligten Regionen
  • Nationale Strategien und Programme im Bereich er Kinderbetreuung
  • Nationale Strategien und Programme zur Verbesserung der Lebensbedingungen in benachteiligten Regionen.

Anschließend werden Beispiele guter Praxis recherchiert und durch Fallstudien näher untersucht und dokumentiert. Die nationalen Berichte schließen mit einem Befund zum Handlungsbedarf auf nationaler Ebene und Vorschlägen zum weiteren Vorgehen. In einem europäischen Synthesebericht werden schließlich die nationalen Befunde zusammengefasst und integriert.

Ergebnisse

Ein europäischer Synthesebericht wird voraussichtlich Mitte 2007 vorliegen.

Ansprechpartner

Dr. Jürgen Schumacher

 


© 2007 INBAS-Sozialforschung, Frankfurt am Main