INVOLVE – Involvement of Third Country Nationals in Volunteering and Civic Activities as a Means of Better Integration

Europäisches Projekt im Rahmen der Budgetlinie INTI - Integration von Drittstaatsangehörigen

Finanzielle Unterstützung

Europäische Kommission, Generaldirektion für Justiz, Freiheit und Sicherheit und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg

Partner

INBAS-Sozialforschung ist zusammen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg deutscher Partner in einer europäischen Partnerschaft unter Leitung vom Europäischen Freiwilligenzentrum European Volunteer Centre (CEV), Brüssel, Belgien. Die Projektgruppe Migration/Integration des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement ist deutscher Beitrat im Projekt. 

Weitere Partner sind

Hintergrund

INTI ist ein Finanzierungsprogramm der Europäischen Union für Maßnahmen zur Förderung der Integration von Personen, die keine EU-Bürger sind, in den europäischen Mitgliedstaaten. Das Programm verfolgt als weitere Ziele die Förderung des Dialogs mit der Zivilgesellschaft, die Entwicklung von Integrationsmodellen, die Suche und Bewertung bewährter Praktiken im Integrationsbereich und den Aufbau von Netzen auf europäischer Ebene.

Die Übernahme zivilgesellschaftlicher Verantwortung in Form von Freiwilligenarbeit und bürgerschaftlichem Engagement ist sowohl Indikator als auch Motor für die gesellschaftliche Partizipation und Integration von Drittstaatenangehörigen in Europa. Dabei sind Ausprägung und Form des Engagement in den verschiedenen Mitgliedstaaten und unter den verschiedenen Zuwanderergruppen sehr unterschiedlich. Kulturelle Differenzen hinsichtlich Engagementverständnis, Motivlagen und den dahinter liegenden Wertorientierungen sind zu berücksichtigen. Häufig werden Migrantinnen und Migranten eher informell im Bereich der gegenseitigen Hilfe und Selbsthilfe und in ihren eigenen ethnischen Gemeinschaften aktiv. Auch erfahren sie aufgrund der kulturell unterschiedlichen Zugangsweisen zu freiwilligem Engagement im traditionellen Freiwilligensektor häufig Barrieren, die es zu entschlüsseln und zu überwinden gilt. 

Zielsetzung

Das Projekt verfolgte zwei Zielsetzungen. 

  • Zum einen wurde der geringe Kenntnisstand über das freiwillige und bürgerschaftliche Engagement von Drittstaatenangehörigen in der Europäischen Union aufgearbeitet, einschließlich der Haltungen und des Verständnisses von Freiwilligenarbeit und Engagement dieser Zielgruppe und der nationalen Politiken und Maßnahmen, dieses zu fördern und zu ermöglichen. 
  • Zum anderen wurde ein trans-europäisches Netzwerk aufgebaut, das den Dialog zwischen den maßgeblichen Akteuren - nationale und lokale Regierungen und Verwaltungen, Nichtregierungsorganisationen, Migrantenorganisationen - initiiert und aufrecht erhält, der den Austausch über Erfahrungen und Beispiele bewährter Praktiken genau so thematisiert wie die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis.  

Arbeitsweise

Insgesamt baute die Projektarbeit auf den Ergebnissen des transnationalen Austauschprogramms MEM-VOL auf und schreibt diese fort. 

  • Die Projektpartner stellten unter Zuhilfenahme der Expertise eines nationalen Beirats den Stand der Forschung zum Thema und existierende nationale und lokale Förderpolitiken und -programme zusammen. 
  • Im Rahmen von Aktionsforschung wurden Beispiele bewährter Praktiken hinsichtlich des Engagements von Drittstaatenangehörigen, deren Haltungen zum Freiwilligenengagement und der Überwindung bestehender Hindernisse, sich zivilgesellschaftlich zu engagieren, ermittelt. 
  • Eine Reihe von drei aufeinander aufbauenden Informationsseminaren - im Oktober 2005 in Wolverhampton (England), März 2006 in Valencia (Spanien) und Juni 2006 in Deventer (Niederlande) - diente dem trans-europäischen Austausch der Ergebnisse und der Weiterentwicklung der Projektarbeit. 

Ergebnisse

Die Projektpartner haben nationale Berichte erstellt, die die Forschungsergebnisse und die Erkenntnisse der Informationsseminare bündeln. Diese sind in einen europäischen Abschlussbericht eingeflossen, der im Januar 2007 in mehreren Sprachen unter www.involve-europe.eu erscheint. Der deutsche Bericht kann hier heruntergeladen werden: INVOLVE Projektabschlussbericht für Deutschland (pdf, 360 Kb). 

Ansprechpartner/in

Susanne Huth

 


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