Entwicklung eines beruflichen Fortbildungsprogramms
Förderung und Unterstützung von Freiwilligenarbeit

Förderung

Europäische Kommission, Generaldirektion XXII, Programm Leonardo da Vinci

Projektleitung

Jürgen Schumacher

Hintergrund

Freiwilligenarbeit und ehrenamtliches Engagement spielen in sozialen Einrichtungen, Vereinen, Verbänden und freien Initiativen europaweit eine immer größere Rolle. Für viele Hauptamtliche, die in solchen Organisationen tätig sind, bedeutet dies, dass sie eng mit Freiwilligen zusammenarbeiten und ihnen die Aufgabe zufällt, die Freiwilligenarbeit in ihrem Bereich zu entwickeln, zu begleiten und zu unterstützen. Darüber hinaus zeichnen sich seit einigen Jahren die Konturen eines neuen Berufsbildes ab, in dem die Förderung und Unterstützung freiwilligen Engagements die zentrale Aufgabe ist. Hauptamtliche Leiterinnen oder Leiter von Freiwilligenagenturen, Ehrenamtsbörsen und Seniorenbüros, aber auch Beauftragte für Freiwilligenarbeit in Kommunen, Landkreisen und Verbänden müssen heute dieses neue Berufsbild qualifiziert ausfüllen, obwohl sie in ihrer Erstausbildung kaum auf diesen Aufgabenbereich vorbereitet wurden und obwohl es bislang nur wenige einschlägige Fortbildungsangebote gibt.

Zielsetzung

Ziel des Projekts war es, ein umfassendes Weiterbildungsprogramm für Hauptamtliche zu entwickeln, die mit Freiwilligen zusammenarbeiten und Freiwilligenarbeit fördern und unterstützen. Dies geschah von Anfang an in einer europäischen Perspektive. Einrichtungen in Deutschland, Frankreich und Österreich arbeiteten mit jeweils eigenen Schwerpunkten gemeinsam an der Entwicklung des Programms. In hohem Maße fanden die praktischen Erfahrungen und Kompetenzen der Hauptamtlichen, die bereits im Feld der Unterstützung der Freiwilligenarbeit tätig sind, Eingang in das Weiterbildungsprogramm. Dies galt auch für die Wünsche der Freiwilligen nach Unterstützung durch Hauptamtliche sowie für die Erfahrungen, die Freiwillige bislang in dieser Zusammenarbeit gesammelt hatten.

Arbeitsweise

In jedem beteiligten Land wurden Einrichtungen, die mit Freiwilligen arbeiten, sowie Bildungsträger einbezogen. Die Koordination, die Formulierung der Curricula sowie die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene oblag jeweils einer Forschungseinrichtung. Die Gesamtkoordination lag bei ISIS. Die Partner aus den beteiligten Ländern haben Inhalte und Erfahrungen vorhandener Weiterbildungsangebote zusammengetragen und auf ihre Verwendbarkeit für das Vorhaben überprüfen. Durch Gruppendiskussionen und Einzelgespräche mit Hauptamtlichen und Freiwilligen wurden die Inhalte des Weiterbildungsprogramms praxisnah erarbeitet. In jedem Land begleitete ein Arbeitskreis von Fachleuten das Projekt.

Ergebnisse

Im Ergebnis liegt eine Serie von Weiterbildungsmodulen vor, die in unterschiedlichen Kombinationen eingesetzt werden können. Auf diese Weise kann dem jeweiligen Weiterbildungsbedarf von Hauptamtlichen in verschiedenen Bereichen der Arbeit mit Freiwilligen gezielt Rechnung getragen werden. Ergänzt wird das Programm durch Module, die die spezifischen Bedingungen der Freiwilligenarbeit in den verschiedenen beteiligten Ländern zum Thema haben. 

 


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