Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen in Pflege, Sport und Kultur

Eine empirische Studie

Laufzeit

Juni 2012 bis August 2015

Hintergrund

Das freiwillige und ehrenamtliche Engagement in unserer Gesellschaft nimmt erfreulicherweise zu. Es kann aber festgestellt werden, dass es gesellschaftlich sinnvolle und wichtige Einsatzfelder für noch mehr Freiwillige und Ehrenamtliche gibt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und Bedingungen so zu gestalten, dass ehrenamtliches Engagement sich frei entfalten kann.

Ein wichtiges Handlungsfeld ist hierbei die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen. Viele Institutionen, in denen vorwiegend hauptamtlich Beschäftigte arbeiten, sind auf frei­williges und ehrenamtliches Engagement nicht hinreichend vorbereitet. Mit Blick auf die Gesamtheit der hauptamtlich Beschäftigten gilt dies nicht selten auch dann, wenn es in den Einrichtungen bereits ein kompetentes Freiwilligenmanagement gibt. Es gibt nach wie vor Vorbehalte und abwehrenden Reaktionen gegenüber ehrenamtlichem Engagement in beträchtlichem Umfang.

Auf der anderen Seite hat eine zunehmende Zahl von Vereinen und anderen ehrenamtlich geführten Organisationen Probleme, genug Ehrenamtliche für die Erfüllung ihrer Aufgaben zu finden. Eine mögliche Strategie, mit diesem Problem umzugehen, ist der Weg in die Verberuflichung. Nicht selten wird dieser aber beschritten, ohne ausreichend zu berücksichtigen, wie sich dies auf die Motivation zu ehrenamtlicher Arbeit im Verein auswirkt.

Zielsetzung

Größere empirische Untersuchungen, die auf Formen, Rahmenbedingungen und Probleme der Kooperation zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen fokussieren, gibt es bislang kaum. Auch breit angelegte Untersuchungen zum freiwilligen und ehrenamtlichen Engagement  streifen das Thema nur am Rande.

Ziel der Studie ist es deswegen zunächst, belastbare empirisch Daten zur Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen zu gewinnen. Darüber hinaus werden Beispiele guter Praxis zusammengetragen und dargestellt sowie Problembereiche benannt und Ansätze zur Problemlösung entwickelt.

Arbeitsweise

Die Studie konzentriert sich beispielhaft auf ausgewählte Bereiche in den Engagementfeldern Pflege (stationäre Pflegeeinrichtungen), Kultur (Bibliotheken und Museen) und Sport (große Mehrsparten-Sportvereine). Die Situation der Organisationen, Felder und Muster der Zusammenarbeit sowie Handlungsbedarfe zur Verbesserung der Kooperation in diesen Bereichen werden identifiziert.

Das empirische Herzstück der Studie ist eine repräsentative telefonische Befragung von Haupt- und Ehrenamtlichen in den genannten Bereichen. Diese wird in Zusammenarbeit mit dem Sozialwissenschaftlichem Umfragezentrum in Duisburg durchgeführt. Begleitend und vertiefend werden explorative qualitative Analysen in den Bereichen durchgeführt.

Die Sekundäranalyse von Daten, eine Literaturanalyse, Experteninterviews sowie Internetrecherchen sind weitere wichtige Bestandteile des empirischen Programms.

Fragebögen der Repräsentativerhebung

Die Repräsentativerhebung umfasst vier Befragungsvarianten. Die zugehörigen Fragebögen stehen hier zum Download bereit

Fragebogen für Ehrenamtliche in Einrichtungen

Fragebogen für Ehrenamtliche in Sportvereinen

Fragebogen für Hauptamtliche in Einrichtungen

Fragebogen für Hauptamtliche in Sportvereinen

Ergebnisse

Die empirischen Ergebnisse der Untersuchung sind in einem Endbericht dokumentiert.

Von diesem Endbericht gibt es eine Kurzfassung.

Die Handlungsempfehlungen aus der Studie sind in einem Leitfaden für die Praxis zusammengefasst.  

Ansprechpartner

Dr. Jürgen Schumacher