Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Arbeit mit geflüchteten Menschen

Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen

Laufzeit

November 2016 bis Oktober 2017

Hintergrund

Das ehrenamtliche Engagement zugunsten geflüchteter Menschen seit dem zweiten Halbjahr 2015 hat alle Erwartungen übertroffen. Ebenso wie die Ankunft der großen Zahl von Asylsuchenden hat auch die große Zahl der hilfsbereiten Menschen Kommunen, Verbände und Initiativen vor große Herausforderungen gestellt. Die Frage war, wie und wo diese ihren Präferenzen und Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden können. Allenthalben wurde der Ruf nach Koordinierung laut und in der Folge wurden bundesweit Koordinierungsstellen für das Ehrenamt in der Hilfe für geflüchtete Menschen eingerichtet.

Vielfach übersehen wurde dabei, dass es für eine erfolgreiche Arbeit zugunsten geflüchteter Menschen nicht nur der Koordinierung der Ehrenamtlichen, sondern wesentlich auch der Koordinierung der Zusammenarbeit zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen bedarf. Diesem Aspekt ist das Vorhaben gewidmet.

Zielsetzung

Ziel der Untersuchung ist es, Qualität und Formen der Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen empirisch zu untersuchen und dabei insbesondere Barrieren und Stolpersteine in der Zusammenarbeit zu identifizieren.

Dabei untersuchen wir auf der strukturellen Ebene, welche Kooperationsmodelle praktiziert werden und wie gut sich diese unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen bewähren.

Auf der individuellen Ebene gehen wir der Frage nach, welche Haltungen, Einstellungen und Verhaltensweisen sowohl der Ehrenamtlichen als auch der Hauptamtlichen die Kooperation entweder begünstigen oder belasten und welche Möglichkeiten es gibt, diese Faktoren zu beeinflussen.

Arbeitsweise

Die Untersuchung kann auf den Ergebnissen der Studie „Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen in Pflege, Sport und Kultur“ aufbauen, die INBAS-Sozialforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt hat. Für den Bereich der Arbeit mit geflüchteten Menschen werden wir je ca. 100 Interviews mit Haupt- und Ehrenamtlichen führen, die in denselben lokalen Kontexten arbeiten. Die Auswahl der Interviewpartnerinnen und -partner erfolgt auf Basis einer Stichprobe von Kommunen und Landkreisen, die die verschiedenen Gemeindegrößenklassen und eine Verteilung nach Bundesländern berücksichtigt. Explizit sollen auch kleine ländliche Gemeinden in die Untersuchung einbezogen werden.

Ergebnisse

Die Studie mündet in einen Endbericht mit Handlungsempfehlungen für die Praxis. 

Ansprechpartner/in

Susanne Huth und Dr. Jürgen Schumacher

Letzte Änderung der Seite

29.11.2016